
Impfen in der Schwangerschaft
Grippeimpfung schützt nicht nur werdende Mütter
Neugeborene haben ein deutlich niedrigeres Risiko, an einer Grippe zu erkranken, wenn ihre Mütter in der Schwangerschaft mit einem inaktivierten Grippeimpfstoff geimpft wurden.
Die aktuelle Grippesaison steht vor der Tür. Ein guter Zeitpunkt für die jährliche Grippeimpfung sind die Monate Oktober und November. Schwangere, die sich impfen lassen, schützen dabei nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Kind. So lautet das Fazit einer aktuellen Studie, an der 370 hochschwangere Frauen teilnahmen.
Die werdenden Mütter erhielten entweder einen inaktivierten Grippe-Impfstoff (Gruppe 1) oder eine Pneumokokken-Impfung (Gruppe 2, Kontrollgruppe). In den Folgemonaten erkrankten deutlich weniger Frauen aus der Gruppe 1 an einer fiebrigen Atemwegserkrankung. Zudem erkrankten in den ersten Lebensmonaten deutlich weniger Neugeborene an einer Grippe, deren Müttern am Ende der Schwangerschaft gegen Grippe geimpft worden waren. In Gruppe 1 kam es nur zu sechs Grippefällen, in Gruppe 2 dagegen zu 16 Fällen.
Schwangere können sich ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel gegen Grippe impfen lassen. In Ausnahmefällen kann die Impfung nach Abwägung von Nutzen und Risiken auch zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen.





